Vietnam Airlines: Restrukturierung offiziell genehmigt

Die angeschlagene Fluggesellschaft Vietnam Airlines hat die laut Medienberichten drohende Insolvenz abgewendet. Wie das Unternehmen mitteilt, hat die vietnamesische Nationalversammlung den Lösungsvorschlägen des Carriers zur finanziellen Restrukturierung offiziell zugestimmt. Demnach wird der staatliche Kredit für Vietnam Airlines in Höhe von 157 Millionen US-Dollar bis Juli 2027 verlängert. In dieser Zeit könne die Fluggesellschaft die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Restrukturierung umsetzen, heißt es in einer Mitteilung.

Die makroökonomischen Aussichten Vietnams seien positiv, da ein stetiges Wirtschaftswachstum und ein Wachstum des inländischen Luftverkehrsmarkts erwartet würden. Mit der Unterstützung des Staates, der Hauptaktionär von Vietnam Airlines ist, bilde dies „die Grundlage (…), die verbleibenden Verluste weiter zu reduzieren und Einnahmen und Ausgaben in Einklang zu bringen“, erläutert die Airline.

Zudem will die Fluggesellschaft Umstrukturierungen unter anderem in den Bereichen Verwaltung, Service und Operativer Betrieb vornehmen. Vor dem Hintergrund, dass die konsolidierten Einnahmen im Jahr 2023 nahe dem Niveau vor der Pandemie lagen und dass im ersten Quartal 2024 ein Rekordgewinn verzeichnet wurde, ist Vietnam Airlines nach eigener Aussage überzeugt, dass sich das Unternehmen wieder auf einer starken Entwicklungsspur befindet.

In naher Zukunft wird Vietnam Airlines die Kapazität auf wichtigen touristischen Routen erhöhen und das Streckennetz erweitern. Dazu zählen unter anderem Flüge von Hanoi und Ho Chi Minh City nach München, die im Oktober dieses Jahres aufgenommen werden. Weitere Strecken in andere europäische Länder seien geplant, so die Airline. (ck)

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